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Der Passo di San Boldo

Ein beeindruckender 701 m

Jean-Jacques Monod, Ecublens (Schweiz) Nr. 6556

Im Juli 2008 verbrachten wir zusammen mit einem Freund, der ebenfalls bei centcol ist, eine Woche in Italien, in Feltre, südlich der Dolomiten.
Auf einer der Etappen haben wir den Passo di San Boldo überquert IT-BL-0706. Mit seinen 701 Metern Höhe und einem 6 km langen Anstieg mit 470 Metern Höhenunterschied wäre es nicht einmal der Rede wert. Er verbindet zwei Täler, die 16 km voneinander entfernt liegen (in der Nähe des Monte Cimone). Aber es ist wirklich eine ganz andere col-Strecke. Wenn man das Tal verlässt, durchquert man das hübsche kleine Dorf Tovena, dann steigt die Straße sanft an: 5, 6, 7 %.

Und wir nähern uns dem Berg; eine schwindelerregende Felswand ragt vor uns empor. Und wir fragen uns, wo wir da wohl hindurchkommen sollen. Unsere Geduld wird auf eine harte Probe gestellt.

Je höher man steigt, desto näher kommt man dieser Felswand. Man muss sie entweder überqueren oder darüber hinwegklettern.

Und dann – Überraschung!

Hinter einer Kurve erblickt man die Straße auf vier verschiedenen Ebenen und die in den Berg gehauenen 180-Grad-Haarnadelkurven. Die Straße ist schmal und nur in eine Richtung befahrbar. Ampeln regeln den Verkehr. Nach weniger als 3 km, hinter dem letzten Tunnel, erreicht man den Gipfel.
Jede col-Strecke ist anders: die Steigung, die Landschaft – aber diese hier ist wirklich etwas ganz Besonderes.

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